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Am Sonntag, dem 23. August 2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn der Erzbischöfliche Göttlichen Liturgie zur Nachfeier des Festes der Entschlafung unserer Allerheiligsten Herrin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria, in der Klosterkirche zum heiligen Apostel Bartholomäus vor. Zur Seite standen ihm die Väter des Klosters, Archimandrit Bartholomäus Ungureanu und Priestermönch Andreas Bolla, der Stavrophor Ökonom Josef Ötvös und der Erzdiakon der Metropolis von Austria Georgios Meleshko. An der Göttlichen Liturgie nahmen auch Pilger und Gäste aus Ungarn teil, die zuvor bei der Tagung des Exarchats Ungarn zum Thema „Das Herzensgebet in der Tradition unserer Kirche“ zugegen gewesen waren. Am Ende des Gottesdienstes hat Metropolit Arsenios einen Lektor geweiht, der in der Gemeinde in Budapest dient.

In seiner Predigt ging Seine Eminenz auf die Antwort unseres Herrn Jesus Christus auf die Frage des jungen Mannes ein: „Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?“ Die Antwort Christi war die Einladung, Ihm nachzufolgen. Genau darin liegt, wie der Metropolit betonte, das Herz des Evangeliums, denn das ewige Leben ist kein religiöser Preis, der dem Menschen als Belohnung für seine sittliche Leistung verliehen wird. „Das ewige Leben ist die Gemeinschaft mit Christus selbst“, führte Seine Eminenz an dieser Stelle aus und erinnerte an das Wort des Herrn: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Christus fordert den jungen Mann nicht einfach dazu auf, mehr zu tun, sondern verlangt von ihm etwas Höheres und Größeres: den Mittelpunkt seiner Existenz vom Besitz zur Beziehung, von der Selbstgenügsamkeit zum Vertrauen, von den Dingen zur Person zu verlagern. Er fordert ihn auf, seinen Besitz zu verkaufen, sagt ihm zugleich aber: „Wenn du willst.“ Liebe ohne Freiheit hört auf, Liebe zu sein. Deshalb hebt Christus die menschliche Freiheit nicht auf, dringt nicht gewaltsam in das Herz des Menschen ein und zwingt ihn nicht, Ihn zu lieben. Gott ruft und der Mensch antwortet, und in diesem göttlichen Ruf vollzieht sich das ganze Drama der menschlichen Freiheit. Die Fortsetzung der Evangelienperikope ist tragisch, denn als der junge Mann die Worte Christi und Seine Einladung hörte, „ging er traurig weg“. Er konnte sich nicht lösen, er konnte diesen Schritt nicht tun. Die Perikope zeigt, dass das Reich Gottes dort beginnt, wo die Selbstgenügsamkeit endet. Der Mensch des Reiches Gottes gründet sein Dasein nicht auf das „Ich habe“, sondern auf das „Ich habe Anteil“. Seine Eminenz betonte ferner, dass das Heil weder Selbstrechtfertigung noch eine menschliche Errungenschaft ist. Der Mensch rettet sich nicht selbst und bringt die Heiligkeit nicht aus eigener Kraft hervor. Das Heil ist Frucht der göttlichen Gnade und der freien Zustimmung des Menschen. Der Mensch vergöttlicht sich nicht selbst, sondern wird aus Gnade vergöttlicht. Er steigt nicht aus eigener Kraft zu Gott empor, sondern Gott selbst steigt zum Menschen herab, nimmt die menschliche Natur an, tritt in unsere Geschichte ein, trägt unser Kreuz und geht sogar in unseren Tod hinein, um uns in Sein eigenes Leben einzuführen. Was der vereinzelten menschlichen Kraft unmöglich ist, wird in der Gemeinschaft der göttlichen Gnade möglich. Der Ruf Christi besteht darin, unser Dasein zu öffnen, damit die Gnade in uns wirken kann. Wenn Christus zum wahren Schatz unseres Herzens wird, verliert der Mensch die Welt nicht, sondern findet sie verwandelt als Gabe wieder; er verliert auch sich selbst nicht, sondern entdeckt sich in der Gemeinschaft mit Gott neu.

Am Ende der Heiligen Liturgie weihte er den neuen Deák Lukács, der mit großem Eifer als Chorsänger in der Gemeinde der Heiligen Hierotheos und Stephanus in Budapest tätig ist. Nach der Göttlichen Liturgie folgte eine klösterliche Bewirtung, bei der die Gläubigen Gelegenheit hatten, ein geistliches Wort zu hören und mit Seiner Eminenz dem Metropoliten sowie den Vätern des Klosters über geistliche Themen zu sprechen.