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Am Sonntag der Myrrhenträgerinnen stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien vor. Mit ihm konzelebrierten der Archimandrit Parthenios aus dem Docheiarion-Kloster, der Erzpriester des Ökumenischen Thrones Ioannis Nikolitsis sowie Erzdiakon Georgios Melesko.

 In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über die theologische Bedeutung dieses Sonntags und betonte, dass er den Lebensweise innerhalb der Kirche offenbart: eine Weise der Liebe, der Stille, der Beziehung und der lebendigen Erfahrung. Der Weg der Myrrhenträgerinnen entspringt, wie er hervorhob, einer beständigen Liebe, einem Herzen, das Christus treu bleibt – jenseits jeder Erwartung und menschlichen Gewissheit. Diese Liebe ist geprägt von Reinheit und Demut; sie fordert nichts, erklärt nichts und analysiert nicht, sondern schenkt sich selbst. In dieser Einfachheit wird der Mensch empfänglich für die göttliche Offenbarung. Der Weg zum Grab verwandelt sich in einen Weg zum Leben, da die göttliche Gnade vor jeder menschlichen Möglichkeit wirkt und den Raum der Auferstehung eröffnet. Die Myrrhenträgerinnen werden zu den ersten Zeuginnen der Auferstehung, weil ihr Sein zum Ort der Aufnahme des Lebens wird. So wird das liebende Herz zum Werkzeug der Gotteserkenntnis. Ihre Zeugenschaft besitzt, wie Seine Eminenz unterstrich, keinen individuellen Charakter, sondern wird zum Anfang der Verkündigung des Evangeliums an die ganze Welt. Die Kirche lebt dieses Mysterium, in dem der Tod verwandelt wird, die Vergänglichkeit eine Perspektive der Unvergänglichkeit erhält und das menschliche Dasein sich zur Ewigkeit hin öffnet. Der Sonntag der Myrrhenträgerinnen ruft die Gläubigen zu einer konkreten Lebensweise auf: Treue auf dem Weg, Reinheit des Herzens, Bereitschaft zur Hingabe und Liebe zu Gott und zum Mitmenschen. Die Liebe wird zum Weg der Erkenntnis, die Demut zum Ort der Offenbarung der Gnade und das Verbleiben bei Christus zur Erfahrung der Auferstehung. So gehört das Ereignis der Auferstehung nicht der Vergangenheit an, sondern wird zu einer lebendigen Gegenwart. Abschließend betonte Seine Eminenz, dass dieser Tag alle dazu einlädt, in diese neue Weise des Seins einzutreten, in der das Leben nicht vom Ende her bestimmt wird, sondern von der Fülle der Gemeinschaft mit Gott, aus der unaufhörlich das Licht der Auferstehung hervorleuchtet.

Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie wurde den Gläubigen Kaffee gereicht, und es bestand die Möglichkeit zu einem geistlichen Austausch mit österlichen Impulsen.