Vom 5. bis 7. August 2026 weilte Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn auf Einladung Seiner Eminenz Metropolit Theokletos von Stagoi und Meteora im Heiligen Königlichen Kloster der Verklärung des Erlösers des Großen Meteoron, um am Patrozinium des Klosters teilzunehmen.

Am Vorabend des Festes wurde der feierliche Vespergottesdienst zelebriert, bei dem Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria vorstand und Seine Eminenz Metropolit Theokletos von Stagoi und Meteora mitzelebrierte. Anwesend waren der Abt des Klosters, Archimandrit Niphon Kapsalis, die Väter der Bruderschaft sowie Geistliche aus den Heiligen Klöstern und Pfarreien der Umgebung. Nach dem Abschluss des Vespergottesdienstes und der Artoklasie begrüßte Seine Eminenz Metropolit Theokletos von Stagoi und Meteora den Metropoliten von Austria mit herzlichen Worten und brachte seine Freude über dessen Teilnahme an der Festfeier des Klosters zum Ausdruck. In seiner Ansprache dankte Seine Eminenz Metropolit Arsenios dem örtlichen Hirten, dem Abt und der Bruderschaft des Klosters für die ehrenvolle Einladung und die brüderliche Gastfreundschaft. Zugleich brachte er seinen tiefen Respekt gegenüber der Heiligen Meteora-Mönchsrepublik und insbesondere gegenüber dem Großen Meteoron zum Ausdruck, das seit Jahrhunderten das Zeugnis der orthodoxen monastischen Tradition bewahrt und der Kirche sowie der ganzen Welt geistliche Nahrung schenkt. Der Metropolit erwähnte, dass viele Pilger aus Österreich und Ungarn, die Meteora besuchen, geistlich gestärkt und innerlich verwandelt von ihrer Begegnung mit diesem heiligen Ort zurückkehren. Er betonte, dass der heilige Felsen von Meteora nicht lediglich ein Naturgebilde ist, sondern durch die Gebete, die geistlichen Kämpfe und die Gegenwart der Mönche zu einem Ort der Heiligung und der Gnade geworden ist.

Am Festtag der Verklärung des Herrn wurde die feierliche Göttliche Liturgie zelebriert, bei der die beiden Hierarchen, Seine Eminenz Metropolit Theokletos von Stagoi und Meteora und Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria, gemeinsam vorstanden. Mit ihnen konzelebrierten der Abt des Heiligen Klosters, Archimandrit Niphon Kapsalis, die Väter der Bruderschaft sowie anwesende Geistliche. Während der Klostermahlzeit sprach Seine Eminenz Metropolit Theokletos von Stagoi und Meteora über die tiefe theologische Bedeutung des Festes der Verklärung und über das geistliche Erbe des monastischen Lebens in Meteora. Anschließend lud er den Metropoliten Arsenios ein, das Wort an die Anwesenden zu richten. Seine Eminenz dankte erneut für die ehrenvolle Einladung und sprach mit großer Bewunderung über die Heilige Meteora-Mönchsrepublik und den geistlichen Beitrag des Klosters des Großen Meteoron. In Bezug auf das Mysterium der Verklärung betonte Metropolit Arsenios, dass Christus bei der Verklärung nicht zu etwas wurde, was Er zuvor nicht gewesen wäre, und auch keine neue Herrlichkeit erhielt. Er war immer der vorzeitliche Sohn und Logos Gottes. Die Verklärung ist vielmehr die Offenbarung Seiner göttlichen Herrlichkeit vor den Jüngern, damit sie die wahre Person des Herrn erkennen konnten. Nach der Lehre des Heiligen Gregor Palamas, so erklärte der Metropolit, wurde nicht Christus verändert, sondern die Art und Weise, wie die Jünger Ihn betrachteten. Die Gnade Gottes öffnete ihre geistlichen Augen, damit sie jene Herrlichkeit erkennen konnten, die im Antlitz Christi immer gegenwärtig war. Weiter unterstrich Seine Eminenz, dass das Fest der Verklärung die endgültige Bestimmung des Menschen offenbart. Gott hat den Menschen nicht geschaffen, damit er Gefangener der Vergänglichkeit und des Todes bleibt, sondern damit er Anteil am göttlichen Licht und am Leben Gottes erhält. Im Zusammenhang mit dem Ereignis der Verklärung und dem monastischen Leben betonte der Metropolit, dass der Kampf um die Verwandlung des Menschen das Zentrum des monastischen Weges bildet. Die Mönche sind berufen, täglich um die Reinigung des Herzens und um die Gemeinschaft mit dem Licht der göttlichen Gnade zu ringen. „Der Tabor“, so schloss Seine Eminenz, „ist keine Erinnerung an die Vergangenheit, sondern eine Einladung für die Gegenwart. Die Verwandlung des Menschen geschieht nicht in einem einzigen Augenblick, sondern ist ein täglicher Kampf, Christus immer ähnlicher zu werden.“

Am Abend des Festtages wurde der Nachfest-Vespergottesdienst gefeiert. Am folgenden Tag wurden die Göttliche Liturgie sowie das traditionelle Gedächtnisgebet für die Stifter des Heiligen Klosters gehalten. Vor seiner Abreise dankte Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria erneut Seiner Eminenz Metropolit Theokletos von Stagoi und Meteora, dem Abt und der Bruderschaft des Klosters und bat die Väter, für die Ortskirche in Österreich und Ungarn zu beten.