Am 5. Sonntag des Matthäus, den 5.7.2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien vor. Liturgisch begleitet wurde er dabei vom Archimandriten Ilias Papadopoulos und vom Presbyter Federico Matan aus Finland. Am Ende der Liturgie kündigte Metropolit Arsenios das liturgische Programm der Metropolis für die Sommermonate an und empfahl den Gläubigen, an den geplanten Gottesdiensten teilzunehmen, insbesondere an dem zum Patrozinium des Klosters „Schutz der Allerheiligen Gottesgebärerin und des Heiligen Paisios aus dem Berg Athos” im Burgenland.
In seiner Predigt erörterte der Metropolit die Evangelienperikope über die Heilung des Besessenen durch unseren Herrn Jesus Christus. Er machte die Gläubigen auf ihre Haltung gegenüber der evangelischen Botschaft aufmerksam, die zugunsten zeitgenössischer materialer Versuchungen aufgeben. Der Gräuel der Situation der Besessenen besteht darin, dass sie nach dem Leibe leben, aber doch im Wesentlichen doch amTode teilhaben, weil sie fern von Christus, dem Erlöser, verweilen. In diesem Zusammenhang erläuterte er, dass die Sünde nicht in der Verletzung des Gesetzes liegt, sondern in der Teilhabe am Tod, d. h. am Ausscheiden aus der Quelle des Lebens, Jesus Christus. Die Dämonen können die Präsenz Christi nicht ertragen, denn sie leben im Schatten der Sünde. Er spendet aber das wahre Licht ins Leben der Menschen. Nachdem er sich mit der theologischen Botschaft der Perikope befasst hatte, die sich mit dem Zustand des von Gott abgewandten Menschen befasst, rückte er die Tragödie von Menschen wie denen aus Gerasa in den Mittelpunkt, die Christus aus ihrer Stadt verjagen, um ihre materiellen Güter zu bewahren. Er forderte die Gläubigen auf, über die Bedürfnisse und die Güte nachzudenken, die unser Gewissen ablenken und uns davon abhalten, Christus und das ewige Leben zu folgen. Dabei lud der Metropolit die Gläubigen ein, die Größe der göttlichen Liebe darin zu erkennen, dass Christus aus eigenem Willen zu den Menschen kommt und sich friedlich zurückzieht, wenn man Ihm nicht folgen will. Er rettet ohne zu zwingen. Schließlich forderte er die Zuhörer auf, diese Liebe mit und an dem Dreieinigen Gott zu pflegen, sodass sie die Gaben der Göttlichen Gnade empfangen, die an Wert jeglichen materialen Reichtums übersteigen.
Nach der Göttlichen Liturgie erwähnte der Metropolit das liturgische Programm unserer Ortskirche in Wien und in den Gemeinden bundesweit und lud alle zur Teilnahme daran ein, damit unser liturgisches Leben gedeihen kann. Abschließend lud er alle ein, die liturgischen Gelegenheiten in unserem Kloster „Schutz der Allerheiligsten Gottesgebärerin und des Heiligen Paisios vom Berg Athos“ zur Ehre seines Schutzpatrons zu nutzen.