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Am Sonntag, den 21. Juni, zelebrierte Seine Eminenz, der Metropolit von Austria, die Göttliche Liturgie in der Heiligen Dreifaltigkeitskathedrale in Wien. Mit ihm zelebrierte der Stavrophor Ökonom Aristeidis Ganosis.

In seiner Predigt analysierte Seine Eminenz den Evangelienabschnitt des dritten Sonntags des Matthäus und betonte, dass dieser eine der dichtesten und aufschlussreichsten Synthesen der Theologie des Reiches Gottes darstellt. Wie er erklärte, richtet sich das Evangelium nicht nur an das moralische Verhalten des Menschen und beschränkt sich auch nicht auf eine bloße Aufforderung zu mehr Vertrauen in die Göttliche Vorsehung. Vielmehr offenbart es die Existenzweise des neuen Menschen, der durch den Glauben und die Taufe bereits in die dynamische Realität des Reiches Gottes eingetreten ist.

Das Evangelium, so der Metropolit, ruft uns auf, zuerst das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit zu suchen. Dies ist keine moralische Vorschrift, sondern die vollständige Umkehrung der Anthropologie des Sündenfalls. Während der Mensch für gewöhnlich sein Überleben, seine Sicherheit und seine Selbstbestätigung sucht, sucht der Mensch des Reiches Gottes Gott. Und weil er Gott sucht, findet er seine wahre Existenz und lebt mit Gott. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass Christus nicht einfach die Angst heilt, sondern die Wurzel der Angst, indem Er zeigt, dass der Mensch ohne Gott nicht leben kann. Daher sind Hoffnung und Vertrauen auf Gott grundlegende Elemente. Er stellte jedoch klar, dass Vertrauen in die Göttliche Vorsehung nicht Passivität bedeutet. Die Kirche fordert uns niemals auf, die Dinge fatalistisch hinzunehmen. Sie ermutigt den Menschen vielmehr, sich zu bemühen, zu arbeiten und zu erschaffen – in dem festen Wissen, dass hinter jeder menschlichen Anstrengung der Segen und die Barmherzigkeit Gottes stehen. Das Reich Gottes, fuhr er fort, ist keine rein eschatologische Verheißung, sondern als Mysterium in der Kirche bereits gegenwärtig. Jede Göttliche Liturgie ist eine Offenbarung des Reiches, jede eucharistische Versammlung ist ein Vorgeschmack der Endzeit, und jeder Heilige ist ein lebendiges Zeugnis dafür, dass das Reich Gottes bereits in die Geschichte eingebrochen ist. Der Christ verleugnet seine Pflichten nicht, sondern verwandelt sie in einen Dienst der Liebe, befreit von der Sklaverei der Alltagssorgen.

Zum Abschluss seiner Predigt forderte er die Gläubigen auf, nicht nach vielen Dingen zu verlangen, sondern nach dem Einen. Sie sollen nicht einfach nur Lösungen für ihre Probleme suchen, sondern die lebendige Beziehung zu Christus und die Gnade des Heiligen Geistes, die jede Sorge in ein Gebet und die Angst in Hoffnung verwandelt. „Lasst das Reich Gottes das erste und höchste Anliegen unseres Herzens werden“, schloss er.