2. Sonntag des Matthäus. Göttliche Liturgie in Konzelebration zweier Bischöfe in der Kapelle der Heiligen Hierotheos und Stephanus in Budapest.
Am Sonntag, den 14. Juni 2026, stand Seine Eminenz, der Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn der Göttlichen Liturgie in der Heiligen Kapelle der Heiligen Hierotheos und Stephanus in Budapest vor. Mit Seiner Eminenz konzelebrierte Seine Exzellenz, Bischof Maximos von Aristi, während die Hierarchen liturgisch von den Stavroforen Ökonomen Grigorios Nácsinák und Makarios Beke sowie dem Priester Iosif Ötvös begleitet wurden.
In seiner Predigt bezog sich Seine Eminenz auf die Begebenheit der Berufung der Apostel durch den Herrn und auf ihre Bereitschaft, alles hinter sich zu lassen und Ihm nachzufolgen. In dieser einfachen Erzählung verbirgt sich eines der tiefsten Geheimnisse der Göttlichen Heilsökonomie: die Berufung durch Gott. Jesus Christus tritt in die Geschichte ein und ruft uns persönlich. „Als Erster hat uns unser Herr und Gott geliebt. Bevor wir Ihn suchten, hat Er uns gesucht. Bevor wir Ihn riefen, hat Er uns gerufen.“ Diese Wahrheit des Evangelienabschnitts unterstrich Seine Eminenz und erklärte, dass das Reich Gottes nicht auf den Fähigkeiten des Menschen, sondern auf der Kraft der Göttlichen Gnade gründet. Mit zwölf einfachen Menschen rief Christus die Völker zum Heil. Ohne Garantien, sondern nur mit ihrer Liebe als Motiv, evangelisierten die Apostel den Erdkreis. So rief er alle dazu auf, Jünger zu werden und ihre Beziehung und Gemeinschaft mit Gott zu vertiefen. Christus ruft uns auf, Ihm nachzufolgen, da Er der Mittelpunkt ist. Wenn wir Christus nachfolgen, werden wir zu Instrumente des Heils für uns selbst und für die anderen, da die Kirche existiert, um der Welt das Leben zu schenken, das heißt die Freiheit, die uns die Befreiung von den Fesseln dieser Welt gewährt. Abschließend bat er die Gläubigen darüber nachzudenken, inwieweit sie ihre Berufung durch Gott hören, ob sie bereit sind, sich von den Fesseln zu befreien und zur Freiheit der Kinder Gottes zu schreiten.
Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie folgte eine Agape, bei der die Gemeindemitglieder die Gelegenheit hatten, sich mit den Hierarchen zu treffen und zu unterhalten. Sie tauschten Worte des Trostes und der Liebe aus, und nachdem sie den Segen der Kirche empfangen hatten, kehrten sie nachhause zurück.
