Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärungzu.
  • Nachrichten

Am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, dem Tag, an dem unsere Kirche das Gedenken der Heiligen Apostel Bartholomäus und Barnabas sowie des Heiligen Erzbischofs Lukas von Simferopol, des Arztes, feiert, leitete Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria die feierliche Erzbischöfliche Liturgie in der Klosterkirche des Heiligen Apostels Bartholomäus im Heiligen Kloster Schutz der Allerheiligsten Gottesgebärerin und des Heiligen Paisios aus dem Berg Athos in Sankt Andrä am Zicksee, gemeinsam mit Seiner Exzellenz, Bischof Maximos von Aristi. Die Hierarchen wurden liturgisch begleitet vom Erzpriester Georgios Makris, dem Stavrophoren Oikonomos Aristidis Ganosis und dem Mönchpriester Andreas Bola. Nach dem Abschluss der Göttlichen Liturgie wurde ein Bittgebet für die Gesundheit Seiner Allheiligkeit, des Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus, der sein ehrwürdiges Namenstagsfest begeht, abgehalten. Es folgte eine Zusammenkunft im Saal des Klosters, bei der eine geistliche Ansprache gehalten wurde.

Ιn seiner Predigt sprach der Metropolit über die heute gefeierten Heiligen Bartholomäus, Barnabas und Lukas den Arzt. Er betonte, dass sie, obwohl sie in unterschiedlichen Zeiten und unter verschiedenen Umständen gelebt haben, dieselbe Wirklichkeit offenbaren: Christus wird zum Leben des Menschen und verwandelt seine gesamte Existenz in ein Werkzeug der göttlichen Liebe. Wie der Metropolit hervorhob, stellen die Heiligen Apostel Bartholomäus und Barnabas sowie der Heilige Lukas der Arzt drei verschiedene Ausdrucksformen derselben apostolischen und vom Heiligen Geist getragenen Erfahrung dar. Die Kirche ehrt sie nicht lediglich als moralische Vorbilder oder historische Persönlichkeiten, sondern vor allem als Offenbarungen der erneuerten Menschheit. In ihren Personen wird sichtbar, was aus dem Menschen wird, wenn er aufhört, für sich selbst zu leben, und beginnt, in Christus zu existieren. Bezugnehmend auf den Apostel Bartholomäus und seine Begegnung mit Christus unterstrich der Metropolit, dass Heiligkeit nicht mit Vollkommenheit beginnt, sondern mit Aufrichtigkeit vor Gott. Der Heilige Apostel Bartholomäus wird zum Zeugen der neuen Schöpfung, denn im Angesicht Christi wird die Trennung zwischen Gott und Mensch aufgehoben. Anschließend sprach er über den Apostel Barnabas, der nach seiner Begegnung mit Christus zu einem Menschen wurde, der seine Brüder stärkt und durch den sich der Heilige Geist offenbart. Barnabas sieht im Menschen nicht nur das, was er ist, sondern das, was er durch die Gnade Gottes werden kann. Besondere Erwähnung fand auch der Heilige Lukas der Arzt, der große Heilige des 20. Jahrhunderts, Wissenschaftler, Chirurg, Bischof, Bekenner und Zeuge des Glaubens. In seiner Person wird das falsche Gegensatzpaar von Glaube und Wissenschaft überwunden. Der Heilige erkannte, dass jede wahre Erkenntnis die Suche nach der Wahrheit ist und dass jede Wahrheit ihre Quelle in Gott hat. Abschließend betonte Seine Eminenz, dass alle drei Heiligen letztlich in einem gemeinsamen Punkt zusammentreffen: in der Überwindung des Egozentrismus. Sie offenbaren, dass der Mensch berufen ist, durch die Gnade Gottes Anteil am Leben der Heiligen Dreifaltigkeit zu erhalten und vergöttlicht zu werden. „Bitten wir die Heiligen, uns zu zeigen, wie wir ihnen nachfolgen können, wie wir den wahren Gott entdecken, wie wir den wahren Menschen erkennen und wie wir die Prüfungen des Lebens in ein Zeugnis des Sieges des auferstandenen Christus verwandeln können, dem Ehre und Anbetung in Ewigkeit gebühren“, sagte der Metropolit abschließend. 

Bei der anschließenden Synaxe im Saal des Klosters mit den Vätern, den Brüdern und den Pilgern des heiligen Festes würdigte Seine Eminenz die Person Seiner Allheiligkeit. Er hob hervor, dass dieser in schwierigen Zeiten unermüdlich den Kampf führt und das Zeugnis des Glaubens ablegt. Damit gibt er uns allen ein Beispiel für Selbstaufopferung jenseits jeden Egozentrismus, für Nächstenliebe und Hingabe. Er rief die Gläubigen dazu auf, für den Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus zu beten, damit Gott ihm Gesundheit, Kraft und Erleuchtung schenke und uns als Oberhaupt noch viele Jahre bewahre, auf dass er uns segne und heilige. Zum Abschluss wurde den Anwesenden eine Erfrischung gereicht und das Polychronion für den Ökumenischen Patriarchen gesungen.