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Am Sonntag der Allerheiligen, den 7. Juni 2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie im Kloster Schutz der Allerheiligsten Gottesgebärerin und des Heiligen Paisios aus dem Berg Athos in Sankt Andrä am Zicksee vor. Mit ihm konzelebrierte Seine Exzellenz Bischof Maximos von Aristi, während die Hierarchen liturgisch vom Stavrophoros Oikonomos Aristidis Ganosis und dem Priestermönch Andreas Bola begleitet wurden. Nach der Göttlichen Liturgie in der Kapelle des heiligen Apostels Bartholomäus, die vor kurzer Zeit mit Ikonen geschrieben wurde, folgte eine Agape im Saal des Klosters, wo die Pilger von den Vätern gastfreundlich empfangen wurden und die Gelegenheit mit den Bischöfen auszutauschen hatten.

In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über den Sonntag aller Heiligen und wies darauf hin, dass die Kirche dieses Fest unmittelbar nach Pfingsten ansetzt, um uns eine tiefe theologische Wahrheit zu lehren. Die Heiligkeit ist die Frucht der Herabkunft des Heiligen Geistes. Seit den Ereignissen von Pfingsten ist die Gegenwart des allheiligen und gottgebärenden Geistes, der vom Vater ausgeht und durch den Sohn gesandt wurde, beständig im Leben der Kirche. Er erneuert die Menschen, heilt ihre gefallene Natur und macht sie zu Teilhabern der göttlichen Gnade. Die Heiligen unserer Kirche sind der Beweis dafür, dass die Erlösung keine Theorie, sondern Realität ist – eine Erfahrung der ontologischen Verwandlung des Menschen, die über eine rein moralische Verbesserung hinausgeht. In diesem Zusammenhang erklärte Seine Eminenz, dass Heiligkeit keine menschliche Errungenschaft sei, die aus Selbstgenügsamkeit und moralischer Selbstbeherrschung entspringt. Vielmehr ist sie eine Offenbarung des göttlichen Lebens im Menschen, da Gott Mensch geworden ist, um durch die göttliche Gnade vergöttlicht zu werden. Diesen Weg sind die Heiligen gegangen, und sie strahlen das Licht des himmlischen Reiches im Leben der Kirche aus. Anschließend erwähnte er, dass „die Heiligkeit eine allgemeine Berufung der Menschheit ist. Gerade in unserer Zeit zeigen uns die Heiligen der Gegenwart, dass Heiligkeit in jeder Epoche möglich ist.“ Die Kirche ruft uns dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen. Denn nur so kann die Zukunft der Menschheit gesichert werden. Nur so kann der Mensch seine wahre Identität finden und seiner endgültigen Berufung folgen.

Im Anschluss an die Heilige Liturgie wurde die von den Vätern des Klosters angebotene Agape gefeiert. Währenddessen fand im Empfangsraum ein Vortrag über spirituelle Themen statt. Dabei hatten die Brüder und Pilger Gelegenheit, dem Ehrwürdigen Fragen zu stellen und sich mit den Erzbischöfen zu unterhalten. Anschließend bot sich die Gelegenheit, an einem Rundgang durch den Garten des Heiligen Klosters teilzunehmen.