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Am Sonntag der Kreuzverehrung, dem 15. März 2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Kirche zum Heiligen Georg in Wien vor. Ihm assistierten der Protopresbyter des Ökumenischen Thrones Ioannis Nikolitsis, der Stavrophore Oikonomos Aristeidis Ganosis sowie Diakon Georgios Melesko. Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie wurde die liturgische Ordnung der feierlichen Verehrung des Heiligen Kreuzes vollzogen. Anschließend wurde das Heilige Kreuz dem gläubigen Volk zur Verehrung und zum Segen dargebracht.

In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über die theologische Bedeutung dieses Festes und betonte, dass das Kreuz das paradoxe Zeichen der göttlichen Heilsökonomie darstellt. Während es nach menschlicher Logik als Zeichen der Niederlage und der Schwäche erscheint, offenbart es in Wirklichkeit den Sieg und die Macht Gottes. Seine Eminenz hob hervor, dass sich am Kreuz das Geheimnis der göttlichen Liebe offenbart. Christus verkündet nicht nur eine Lehre, sondern offenbart die Weise der göttlichen Existenz selbst. Gott ist keine abgeschlossene Selbstgenügsamkeit, sondern Liebe und Selbsthingabe. Der Sohn und Logos Gottes steigt in die Tiefe der menschlichen Tragödie hinab, nimmt Vergänglichkeit und Tod auf sich und verwandelt durch sein freiwilliges Opfer den Tod in einen Übergang zum Leben. Zugleich unterstrich er, dass das Kreuz nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit ist, sondern eine Lebensweise der Kirche. Christus ruft jeden Gläubigen auf, an diesem Geheimnis teilzuhaben, indem er dem evangelischen Wort folgt: „Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Das Tragen des Kreuzes bedeutet – wie er betonte – nicht die Suche nach Leid, sondern die Befreiung vom verschlossenen Ich sowie gelebte Liebe, Vergebung und Hingabe gegenüber dem Mitmenschen. Abschließend rief Seine Eminenz die Gläubigen dazu auf, das Heilige Kreuz im Glauben zu verehren und den Weg der Großen Fastenzeit mit Blick auf das Licht der Auferstehung fortzusetzen.

Nach der Göttlichen Liturgie wurde im Saal „Rigas Feraios“ der Metropolis von Austria Agape angeboten; anschließend folgte eine thematische katechetische Ansprache.