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Formular für Spendendauerauftrag

Nur durch die großzügige Hilfe zahlreicher Menschen guten Willens kann die Metropolis von Austria ihre umfangreichen pastoralen, sozialen und karitativen Aufgaben erfüllen. Auf Wunsch einiger Gläubigen gibt die Metropolis deshalb folgendes Formular für einen Dauerauftrag für monatliche Spenden heraus. Die Metropolis dankt allen Förderern für ihre Hilfe und Unterstützung und wünscht allen Spendern Gottes reichen Segen!
FORMULAR

Liturgisches Programm

Heilige und Große Fastenzeit 2026

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ANKÜNDIGUNG

Es wird bekannt gegeben, dass am Sonntag, dem 22. März 2026, nach dem Ende der Göttlichen Liturgie, um 11:00 Uhr, in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit (Fleischmarkt 13, 1010 Wien), unter dem Vorsitz Seiner Eminenz Metropolit Arsenios von Austria, die feierliche Doxologie anlässlich des Nationalfeiertages vom 25. März 1821 stattfinden wird.

Die Festansprache des Tages wird Seine Exzellenz der Botschafter der Hellenischen Republik in Österreich, Herr Georgios Iliopoulos, halten.

Anschließend erfolgt, wie jedes Jahr, die Kranzniederlegung an der Gedenktafel von Rigas Velestinlis am Eingang der Kirche des Heiligen Georg in Wien.

Nach Abschluss der Feierlichkeiten findet in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit ein Konzert statt, gestaltet vom Chor „Ionia Aedon“ in Zusammenarbeit mit dem Chor der Metropolis von Austria, mit traditionellen und zeitgenössischen Liedern aus ganz Griechenland.

Aus der Metropolis von Austria

  • Εἰδήσεις

Vier Jahre sind vergangen, seit das Land der Ukraine zu einem Ort der Kreuzigung geworden ist. Vier Jahre, in denen Geschichte nicht mit Tinte, sondern mit Blut geschrieben wird. Und je mehr die Zeit fortschreitet, desto deutlicher wird, dass dieser Krieg nicht bloß ein Konflikt von Interessen ist, sondern eine Offenbarung unseres geistlichen Zustandes.

Die Invasion Russlands hat nicht nur Grenzen verschoben; sie hat Gewissheiten erschüttert. Sie stellte sogar den Begriff des einen gemeinsamen Leibes in Frage. Völker, die an derselben Eucharistie teilhaben, sahen sich plötzlich durch das Fadenkreuz gegenüber. Das ist nicht nur eine politische Tragödie – es ist ein ekklesiologisches Paradox, ein ontologischer Riss.

Tausende Tote. Junge Menschen, die die Verheißung der Zukunft in sich trugen und vorzeitig in die Stille geführt wurden. Jeder dieser Tode ist nicht nur der Verlust eines Lebens; er ist der Abbruch einer Beziehung. Er ist die Zerstörung einer einzigartigen Weise des Seins. Denn die Person ist nach der patristischen Anthropologie kein geschlossenes Individuum, sondern eine offene Beziehung. Wenn ein junger Mensch stirbt, verschwindet nicht nur eine biologische Existenz – ein ganzes Geflecht von Beziehungen, eine kleine Ökumene der Liebe, bricht zusammen.

Die zerrissenen Familien tragen die unsichtbare Last der Geschichte. Kinder wachsen mit der Abwesenheit als täglicher Lehrmeisterin auf. Mütter leben mit dem Schmerz als ständigem Begleiter. Und mitten in dieser Dunkelheit treten tausende heroische Frauen hervor – Mütter, Ehefrauen, Schwestern –, die die Gesellschaft aufrecht erhalten, ohne Waffen zu tragen. Ihre Standhaftigkeit ist eine Form stillen Zeugnisses, eine Übung kreuzförmiger Liebe im Sturm der Geschichte.

Das Trauma vertieft sich, wenn kirchliche Rede sich nicht auf den Dienst des Trostes und das beharrliche Flehen um Frieden beschränkt, sondern andeutet, der Konflikt könne in eine höhere „historische Sendung“ eingeordnet werden. Wenn Gewalt die Grenze theologischer Rechtfertigung berührt, droht der Glaube zur Ideologie zu werden. Und Ideologie – selbst wenn sie kirchliche Sprache trägt – bleibt eine Verneinung der kreuzförmigen Logik Christi.

Die Orthodoxie kennt keine heiligen Kriege; sie kennt heilige Umkehr. Sie kennt keine Rettung durch Überlegenheit, sondern Rettung durch Demut. Christus hat nicht gesiegt, indem Er Territorien eroberte, sondern indem Er Sich selbst hingab. Jeder Versuch, das Evangelium mit der Durchsetzung von Macht zu verbinden, verfälscht das Ethos der Kirche und untergräbt ihre Sendung.

Vier Jahre später besteht die Gefahr nicht nur in der Fortdauer der Feindseligkeiten, sondern in der Verhärtung des Herzens: dass wir uns an die Toten gewöhnen, an die Witwen, an die Waisen; dass wir akzeptieren, Geschichte schreite notwendigerweise durch die Wiederkehr der Gewalt voran.

Dass wir die kalten Winternächte ohne Wasser, Strom und Heizung für tausende Menschen als Normalität hinnehmen. Doch das christliche Gewissen kann die Notwendigkeit des Bösen nicht als metaphysisches Faktum akzeptieren. Krieg ist kein Schicksal – er ist das Scheitern der Freiheit.

So stehen wir da – im Schmerz und in Bewusstheit. Wir beten für die tausenden Toten, dass Gott ihnen Ruhe schenke im Licht. Wir beten für die trauernden Mütter, für die kämpfenden Frauen, für die Familien im Zerbruch. Wir beten auch für jene, die politische und geistliche Entscheidungen in ihren Händen tragen, dass sie erleuchtet werden und den Glauben endgültig von jeder Form der Gewalt lösen.

Möge dieser vierte Jahrestag nicht nur ein Zeichen der Erinnerung sein, sondern ein Ausgangspunkt der Umkehr. Möge der Tag kommen, an dem die Völker erkennen, dass wahre Stärke nicht in der Vorherrschaft liegt, sondern in der Versöhnung; dass Frieden kein taktisches Manöver ist, sondern die ontologische Wiederherstellung der Beziehung.

Und vielleicht wird dann aus den Trümmern ein neues Bewusstsein erwachsen: dass Geschichte nicht durch mehr Macht gerettet wird, sondern durch mehr Wahrheit. Dass die Kirche nur dann Kirche bleibt, wenn sie sich weigert, Hass zu segnen, und beharrlich den Frieden bezeugt.

Bis zu jener Stunde bleibt unser Gebet standhaft und unermüdlich:

Herr, erlöse Dein Volk aus dem Kreislauf der Gewalt und schenke uns das Wunder Deines Friedens.