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  • Nachrichten der Gemeinden in Wien

Am Palmsonntag, dem 5. April 2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Kirche des Heiligen Großmärtyrers Georgios des Siegreichen in Wien vor. Ihm assistierten der Erzpriester des Ökumenischen Thrones Ioannis Nikolitsis, der Stavrophor Ökonom Aristeidis Ganosis sowie Diakon  Georgios Melesko. Vor dem Schluss der Göttlichen Liturgie und vor der Segnung der Palmzweige erhob Seine Eminenz Diakon Georgios zum Erzdiakon der Heiligen Metropolis von Austria und Exarchat von Ungarn.

In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über die theologische Bedeutung des Einzugs des Herrn in Jerusalem und betonte, dass es sich nicht bloß um die Erinnerung an ein vergangenes Ereignis handelt, sondern um ein lebendiges und gegenwärtiges kirchliches Geschehen, das sich im liturgischen Jahr immer wieder vollzieht und eschatologische Bedeutung besitzt. Durch seinen Einzug in Jerusalem eröffnet Christus das Reich Gottes, an dem die Gläubigen nicht erst in der Zukunft, sondern schon in diesem Leben Anteil erhalten sollen. Seine Eminenz hob hervor, dass Christus als König und Herr in die heilige Stadt einzieht, jedoch in einer Weise, die die Wahrheit des göttlichen Königtums offenbart: in Sanftmut, Frieden und Liebe. Er kommt nicht mit irdischer Macht und zwingt die Freiheit des Menschen nicht, sondern ruft jeden Menschen dazu auf, Ihm in Freiheit nachzufolgen. Der triumphale Einzug des Herrn wird, wie Seine Eminenz unterstrich, von den Zeichen der Königsherrschaft begleitet: die Prophetie erfüllt sich, die Kinder rufen „Hosanna, gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn“, und die Menge empfängt Christus mit Zweigen und Kleidern als den König der Könige und Herrn der Herrschenden. Weiter sprach er über die geistliche Bedeutung der vor uns liegenden Tage. Die Ereignisse der Großen Woche seien nicht bloß historische Erinnerungen, sondern große Mysterien, zu deren bewusster und lebendiger Mitfeier die Kirche die Gläubigen einlädt. Er ermahnte die Gläubigen, die Große Woche nicht oberflächlich vorübergehen zu lassen, sondern vor dem Mysterium des Leidens Christi als Mitgehende, Betrachtende und Teilnehmende des heiligen Geschehens zu stehen und Christus mit Glauben und Liebe zu folgen. Besonders betonte Seine Eminenz, dass die wahre Erkenntnis Gottes aus der Umkehr und der Reinheit des Herzens hervorgeht. Die Kirche lebt das Ereignis des Einzugs des Herrn in Jerusalem als Gegenwart, und der Gläubige ist aufgerufen, Christus in sein Herz aufzunehmen und Ihn durch die göttliche Gnade das eigene Leben verwandeln zu lassen.

Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie wurden die Palmzweige gesegnet und an die Gläubigen verteilt. Abschließend wünschte Seine Eminenz allen eine gute und gesegnete Große Woche und bat Gott, uns zu würdigen, vor dem Gekreuzigten mit wahrhaftigem Herzen zu stehen, uns stets am Reich Gottes auszurichten und nicht nur für unsere Angehörigen, sondern für die ganze Welt zu beten.