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Pastoralbesuch in der ukrainischsprachigen Kirchengemeinde des Heiligen Apostel Andreas, Erzbischöfliche Göttliche Liturgie
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Am Sonntag, den 18. Januar 2026, wo unsere Kirche der Patriarchen von Alexandrien Athanasius des Großen und Kyrill gedenkt, stattete Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria Graz einen Pastoralbesuch ab, wo er der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der ukrainischsprachigen Kirchengemeinde des Heiligen Apostel Andreas vorstand. Mit Seiner Eminenz konzelebrierte Seine Exzellenz Bischof Maximos von Aristi, unter Assistenz des Gemeindevorstehers Presbyter Anatolii Slynko und des Erzpriesters Dimitrios Makris von der griechichsprachigen Kirchengemeinde der Stadt. Nach der gemeinsamen Liturgiefeier folgte eine Agape in einer Atmosphäre der Einheit und geistlichen Stärkung.

In seiner Predigt analysierte Seine Eminenz die evangelische Perikope von der Heilung der zehn Aussätzigen. Er betonte, dass die Perikope nicht bloß ein Wunder der Heilung beschreibt, sondern den ontologischen Zustand des gefallenen Menschen offenbart. „Der Aussatz“, so merkte er an, „ist das Bild des Daseins, das die Gemeinschaft verloren hat; der Mensch lebt, aber außerhalb der Beziehung zu Gott und den anderen. Deshalb stehen die Aussätzigen ‚in der Ferne‘, da dieser Abstand primär geistiger Natur ist“. Er wies darauf hin, dass die Sünde keine rechtliche Übertretung darstellt, sondern eine Krankheit des Seins und eine Spaltung der personalen Einheit. Seine Eminenz erklärte, dass Christus den Aussätzigen begegnet und sie sendet, ihren Weg zu gehen, und während sie gehen, werden sie gereinigt, denn die Gnade wirkt nicht magisch, sondern heilend in der Freiheit des Menschen. An diesem Punkt zeigt sich die Tragik der menschlichen Natur: „Alle zehn werden geheilt, aber die neun empfangen das Ergebnis und verlieren die Beziehung. Sie wollen das Problem loswerden, aber nicht ihre Lebensweise verwandeln, sodass sie zwar geheilte, aber nicht gerettete Menschen werden.“ Im Gegensatz dazu versteht der Eine, der zurückkehrt, dass das Wunder nicht die Gesundheit ist, sondern die Gemeinschaft mit der Person Christi, weshalb er das Wort hört: „Dein Glaube hat dich gerettet“. Er schloss mit den Worten, dass „das Heil nicht die Verbesserung der Lebensumstände ist, sondern die Wiederherstellung der Art des Daseins, und dass die Danksagung (Eucharistie) eine ontologische Lebenshaltung ist, da nur der dankbare Mensch als Person in Beziehung lebt und nicht als autonome Einheit“.

Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie fand eine Agape statt, wo die Gläubigen die Gelegenheit hatten, mit den Bischöfen zu sprechen, von den tragischen Situationen zu erzählen, die sie inmitten des Krieges erleben – sowohl sie selbst als auch ihre Angehörigen. Die Bischöfe versuchten, sie geistlich zu stärken, indem sie ihnen Mut und Kraft zugesprochen haben. Der Besuch schloss mit einem festlichen Mahl, das vom Priester und den Gläubigen der Gemeinde vorbereitet worden war.

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