Erzbischöfliche Göttliche Liturgie in der Pfarre des Heiligen Demetrios in Salzburg
Am Sonntag der Käseverzichts, dem 22. Februar 2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Pfarre des Heiligen Demetrios in Salzburg vor. Mit Seiner Eminenz konzelebrierte Seine Exzellenz Bischof Maximus von Aristi. Die Hierarchen wurden liturgisch begleitet vom Erzpriester Zafeirios Koutelieris, dem geistlichen Vorsteher der Gemeinde, sowie vom Priester Konstantin Shevchenko der ukrainischsprachigen Pfarre Auferstehung des Herrn.
In seiner Predigt bezog sich Seine Eminenz auf die Evangelienlesung des Tages (Mt 6,14–21), die – wie er hervorhob – die gesamte asketische Theologie der Kirche in drei Grundachsen zusammenfasst: Vergebung, Fasten und das Sammeln von Schätzen im Himmel. Bezüglich der Vergebung erinnerte er an das Wort des Herrn: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ Die Vergebung offenbart die ekklesiologische Dimension des Menschen, da der Mensch nur in Gemeinschaft als Person existiert. Die Verweigerung der Vergebung sei, so Seine Eminenz, ein „psychologisches Sich-Verschließen, eine Verweigerung der Gemeinschaft und eine Absage an die Weise des Seins mit Gott“. Wer nicht vergebe, vermöge nicht am Leben der Heiligen Dreifaltigkeit teilzuhaben. Zum Fasten verwies er auf das Wort Christi: „Wenn ihr fastet, so seht nicht düster drein wie die Heuchler … du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht.“ Das Fasten stelle die wahre Freiheit wieder her. Der Sündenfall Adams sei nicht die Übertretung einer bloßen Speisevorschrift gewesen, sondern das Scheitern im Vertrauen auf Gott. Wenn das Fasten „im Verborgenen“ geschieht, heilt es die Selbstbezogenheit und bringt den menschlichen Willen wieder in die rechte Beziehung zum göttlichen Willen. „Wir fasten nicht, um etwas zu beweisen“, betonte Seine Eminenz, „sondern um zu bekennen, dass unser Leben von Gott abhängt.“ Zum dritten Aspekt zitierte er das Evangelium: „Sammelt euch nicht Schätze auf Erden … sammelt euch aber Schätze im Himmel. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Die Kirche fordere keinen Verzicht auf die Materie, sondern eine Verwandlung der Ausrichtung. Der Mensch sei gerufen, in der Welt zu leben, jedoch nicht in ihr gefangen zu sein. Abschließend bezeichnete Seine Eminenz die Heilige und Große Fastenzeit als einen Weg der Wiedergewinnung des Paradieses im Herzen des Menschen. „Der Weg zum Pascha führt durch die Vergebung; vor der Askese steht die Versöhnung, vor dem Fasten die Liebe.“
Im Anschluss an die Göttliche Liturgie fand die traditionelle Agape im Pfarrsaal statt, bei der ein geistlicher Austausch geführt wurde. Seine Eminenz hatte Gelegenheit, mit den Klerikern und Gläubigen über Fragen der Gemeinde und aktuelle Themen zu sprechen. Gemeinsam mit Seiner Exzellenz Bischof Maximus von Aristi wünschte er allen eine gesegnete und fruchtbringende Heilige und Große Fastenzeit.
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