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Am zweiten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem 8. März 2026, an dem unsere Kirche des heiligen Gregorios Palamas, Erzbischof von Thessaloniki, gedenkt, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der deutschsprachigen Gemeinde des Heiligen Johannes Chrysostomos vor, die in der Kirche des Heiligen Großmärtyrers Georgios des Siegreichen in Wien gefeiert wurde. Seiner Eminenz dienten ErzpriesterNikolaos Rappert, der geistliche Vorsteher der Gemeinde, der Stavrophor Oikonomos Nebojsa Grdinic, Presbyter Markus Peter, Priestermönch Savvas Kucenko sowie Diakon Cedomir Mijic. Im Gebet war auch Seine Exzellenz Bischof Maximos von Aristi anwesend.Während der Göttlichen Liturgie vollzog Seine Eminenz die Priesterweihe des Diakons Cedomir Mijic, der künftig die Pfarren der Heiligen Metropolis von Austria in Westösterreich pastoralen Dienst versehen wird.

In seiner Predigt sprach Seine Eminenz über den theologischen Beitrag des heiligen Gregorios Palamas und betonte besonders den asketischen Weg, der nicht lediglich zu einer moralischen Verbesserung führt, sondern zu einem ontologischen Weg der Teilhabe am Leben Gottes. In diesem Sinne erklärte er, dass die Heilige und Große Fastenzeit nicht nur eine äußerliche Übung der Enthaltsamkeit ist, sondern eine innere Bewegung der Kirche hin zum Mysterium der Vergöttlichung. Weiter führte er aus, dass die Lehre des heiligen Gregorios Palamas eine Zusammenfassung der lebendigen patristischen Tradition darstellt. Gott ist seinem Wesen nach unzugänglich und überwesentlich, schenkt sich jedoch dem Menschen wahrhaft durch seine ungeschaffenen Energien. Diese Unterscheidung führt keine Teilung in Gott ein, sondern offenbart das Paradox der göttlichen Heilsökonomie: dass Gott, während er absolut transzendent bleibt, zugleich dem Menschen näherkommt. Anschließend sprach Seine Eminenz über das Mysterium des Priestertums, das ein ekklesiologisches Ereignis darstellt und in das Geheimnis der Kirche selbst eingebettet ist. Der Priester ist Diener des Mysteriums der Kirche, des Leibes Christi, der sich vor allem im Mysterium der Göttlichen Eucharistie konstituiert und offenbart – darin liegt auch der tiefste Sinn des Priestertums. An den Neupriester gewandt rief er ihn dazu auf, dem erwählten Volk Gottes die Gaben des göttlichen Lebens darzubringen, vor dem heiligen Altar als Zeuge der eschatologischen Wirklichkeit der Kirche zu stehen und mit kreuzförmiger Gesinnung den gläubigen Gottesvolk zur Erfahrung des Reiches Gottes zu führen.

Nach der Göttlichen Liturgie hatten die Gläubigen Gelegenheit, dem Neupriester zu gratulieren und ihm für seinen Dienst im Weinberg des Herrn ihre Segenswünsche auszusprechen.

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