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Am Montag, dem 1. Juni 2026, dem Fest des Heiligen Geistes, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit in Wien vor. Mit Seiner Eminenz konzelebrierte Seine Exzellenz Bischof Maximos von Aristi, begleitet von Klerikern der Heiligen Metropolis von Austria.Im Anschluss an die Göttliche Liturgie wurde das traditionelle Stiftergedächtnis für die verstorbenen Stifter, Präsidenten, Kirchenräte und Wohltäter der Kathedrale gefeiert, die durch ihren Einsatz und ihre Opferbereitschaft zum Aufbau und zur geistlichen Entwicklung der Gemeinde beigetragen haben.

In seiner Predigt  sprach Seine Eminenz über den Heiligen Geist und betonte, dass Er der Lebensatem der Kirche und der Ursprung aller Heiligkeit sei. Er hob hervor, dass durch den Heiligen Geist die Mysterien der Kirche vollzogen und vollendet werden und dass auch die Menschwerdung unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus „durch den Heiligen Geist und die Jungfrau Maria“ verwirklicht wurde. Unter Hinweis auf die Heilige Schrift erklärte Seine Eminenz, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes die gesamte Heilsgeschichte durchzieht – von der Schöpfung der Welt bis zu den Wundern Christi während Seines irdischen Wirkens, die alle „im Geiste Gottes“ geschehen. Weiter betonte er, dass der Heilige Geist den Menschen von der Gefangenschaft in sich selbst befreit und ihm Demut, Liebe, Vergebung und Einheit schenkt. Wo die Eigenliebe herrscht, so unterstrich er, kann der Heilige Geist nicht wohnen. Zugleich erinnerte er daran, dass die Gegenwart Gottes nicht auf ein Ereignis der Vergangenheit oder allein auf den Pfingsttag beschränkt ist, sondern fortwährend im Leben der Kirche gegenwärtig bleibt. In jeder Göttlichen Liturgie werden durch die Herabrufung des Heiligen Geistes Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt, während zugleich die Gemeinschaft der Gläubigen zur lebendigen Kirche Christi wird.

Abschließend rief Seine Eminenz die Gläubigen dazu auf, den Heiligen Geist häufiger in ihr persönliches Gebet einzubeziehen, damit Er ihren Verstand erleuchte, ihre Herzen erwärme, ihre Werke heilige und ihre Schritte auf dem Weg zum Reich Gottes leite.

Nach dem Stiftergedächtnis wurde allen Anwesenden eine reichhaltige Agape gereicht.