Erzbischöfliche Göttliche Liturgie anlässlich des Patronatsfestes der Gemeinde der Heiligen Konstantin und Helena in Beloiannisz
Am 6. Sonntag nach Ostern, dem 24. Mai 2026, und anlässlich des Patronatsfestes der Gemeinde der heiligen, den Aposteln gleichen Kaiser Konstantin und Helena in Beloiannisz stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie vor. Mit Seiner Eminenz konzelebrierte Seine Exzellenz Bischof Paisios von Apameia, während auch weitere Kleriker des Exarchats von Ungarn unter der Leitung des Vorstehers der Gemeinde, Erzpriester Prodromos Katona mit den Hierarchen zelebrierten.
In seiner Predigt bezog sich Seine Eminenz auf die Evangelienlesung von der Heilung des Blindgeborenen sowie auf die geistliche Bedeutung des Gedächtnisses der heiligen, den Aposteln gleichen Konstantin und Helena. Er betonte, dass Gott der Suche des Menschen stets vorausgeht und dass Christus nicht lediglich Heilung schenkt, sondern das Leben selbst vermittelt. Die Heilung des Blindgeborenen stelle, wie er hervorhob, einen Akt der Neuschöpfung dar: Der Herr „spuckte auf die Erde, machte einen Brei“ und salbte die Augen des Blinden, so wie Er bei der Schöpfung den Menschen aus Erde geformt hat. Ebenso erneuert nun der Logos Gottes die gefallene menschliche Natur. Seine Eminenz unterstrich, dass das größte Wunder der Evangelienperikope nicht allein die Heilung der körperlichen Augen sei, sondern die Öffnung des menschlichen Herzens für den Glauben. Der Glaube sei ein Weg der Erleuchtung, und der Mensch werde wahrhaft geheilt, wenn er Christus erlaubt, in die Tiefe seiner Existenz einzutreten. In Verbindung mit dem Fest der heiligen Konstantin und Helena führte Seine Eminenz aus, dass die heiligen, den Aposteln gleichen Herrscher das Licht des Kreuzes in einer dunklen Zeit erkannt haben und im Zeichen des Kreuzes den Sieg des Lebens über den Tod sahen. Durch ihren Glauben und die Annahme des Christentums seien nicht nur ihre eigenen Seelen gerettet worden, sondern auch der Lauf der Geschichte verwandelt worden.
Mit Blick auf die Gegenwart sprach Seine Eminenz über die geistliche Blindheit unserer Zeit. Trotz des Wissens, der Technologie und der Vielzahl an Informationen fehle dem modernen Menschen oftmals Weisheit und Sinn, weil er das Licht Gottes und die Beziehung zum Mitmenschen verloren habe. Er rief die Gläubigen dazu auf, im Licht der Auferstehung zu wandeln und sich durch die Umkehr und die Gemeinschaft im Leib der Kirche mit Gott und dem Nächsten zu vereinen. Zugleich forderte er alle auf, Gott darum zu bitten, sie von der Blindheit des Egoismus, der Eigenliebe und der geistlichen Gleichgültigkeit zu befreien, damit auch sie zu Zeugen der Auferstehung in der Welt werden.
Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie wurde eine festliche Mahlzeit gereicht. Dabei hatten Seine Eminenz und Seine Exzellenz Gelegenheit, mit den Priestern und den Gläubigen zusammenzutreffen und über Fragen des kirchlichen Lebens des Exarchats von Ungarn sowie über verschiedene geistliche Themen zu sprechen.
