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Am Sonntag der Samariterin, dem 10. Mai 2026, stand Seine Eminenz Metropolit Arsenios von Austria und Exarch von Ungarn der Erzbischöflichen Göttlichen Liturgie in der Pfarrgemeinde der Gottesmutter „Maria Mutter von der Immerwährenden Hilfe“ in Leoben vor. Mit Seiner Eminenz konzelebrierten der Priester-Ökonom Nemanja Komnenov sowie Priester Stefan.

In seiner Predigt bezog sich Seine Eminenz auf die Begegnung des Herrn mit der Samariterin und betonte, dass sich in diesem Ereignis der Durst Gottes mit dem Durst des Menschen begegnet – dem Durst nach Gemeinschaft und wahrer Beziehung. Er unterstrich, dass Gott selbst die Rettung des Menschen will und ihm diese schenkt, indem Er dem Menschen in dessen Alltag entgegenkommt: am Ort seiner Arbeit, seiner Mühe, seiner Gewohnheit und seiner existenziellen Wüste. Deshalb erwartet Christus die Samariterin am Jakobsbrunnen, an der Quelle des Wassers. Weiter führte Seine Eminenz aus, dass die Tragik der modernen Zivilisation darin bestehe, dass sie zwar die Quellen der Information vervielfacht habe, dem Menschen jedoch die Quelle des Lebens genommen habe. Sie habe unzählige Mittel der Kommunikation geschaffen, zugleich aber die Gemeinschaft der Personen zerstört und den Menschen überzeugt, er könne sich ohne Gott vollenden, nur um ihn schließlich einer metaphysischen Einsamkeit auszuliefern. Der Mensch, so erklärte Seine Eminenz weiter, werde nicht durch eine bloß rechtliche Wiederherstellung gerettet, sondern durch die Verwandlung seiner Existenz. Das „lebendige Wasser“ sei die Gnade des Heiligen Geistes, welche das Herz des Menschen von einem geschlossenen System der Selbstbezogenheit zu einem Ort göttlicher Gegenwart verwandle. Wer Christus wahrhaft begegnet, könne nicht mehr zum „Vorher“ zurückkehren, weil diese Begegnung den Mittelpunkt seines Lebens grundlegend verändert. Seine Eminenz rief die Gläubigen dazu auf, den verlorenen Durst nach dem Ewigen wiederzufinden, und betonte, dass die größte Gefahr nicht die Sünde, sondern die geistliche Gefühllosigkeit sei. Wenn der Mensch aufhöre, nach Gott zu dürsten, versöhne er sich mit dem Vergänglichen und bleibe im Endlichen gefangen. Christus, so hob er hervor, sitze weiterhin „an der Quelle der Welt“ und warte nicht auf die Vollkommenen, sondern auf die Dürstenden, um ihnen „Wasser zu schenken, das ins ewige Leben quillt“. 

Nach dem Ende der Göttlichen Liturgie wurde die traditionelle Agape der Gemeinde angeboten, die Gelegenheit zu geistlichem Austausch und Gespräch zwischen Seiner Eminenz, den Priestern und den Gläubigen bot. Seine Eminenz dankte den Priestern für die Vorbereitung der festlichen Göttlichen Liturgie sowie für das pastorale und geistliche Wirken in der Region.